Facebook hat sich im vergangenen Jahr zum bekanntesten und am
häufigsten genutzten Sozialen Netzwerk entwickelt. StudiVZ und Myspace,
2008 noch Spitzenreiter der Social Communities, rutschen bei der
Nutzungshäufigkeit dagegen deutlich ab. Das geht aus dem aktuellen
"Social Network Barometer" des Marktforschungsinstituts
YouGovPsychonomics hervor, für das rund 2000 Internetnutzer ab 16
Jahren befragt wurden.
Bei der Bekanntheit liegt Facebook mit 57 Prozent aller Nennungen inzwischen klar an der Spitze. 2008 genügten StudiVZnoch
eine Bekanntheit von 34 Prozent für Platz 1. Die zur Holtzbrinck-Gruppe
gehörende Community konnte ihre Bekanntheit zwar ebenfalls auf 41
Prozent ausbauen, fällt aber dennoch deutlich hinter Facebook zurück.
Die zur Mediengruppe RTL Deutschland gehörende Community Wer-kennt-wen.de landet mit einer Bekanntheit von 24 Prozent auf Rang 3, dahinter folgt SchülerVZmit 20 Prozent. Myspace, 2008 noch auf Rang 2, stagniert bei einer Bekanntheit von 19 Prozent und fällt damit auf Rang 5 zurück.
Die Bedeutungszuwachs von Facebook spiegelt sich auch in der Zahl der Mitglieder wider: Innerhalb von nur einem Jahr schnellte die Mitgliederquote von 14 Prozent der Befragten auf 40 Prozent nach oben. Stay Friends
folgt mit 39 Prozent knapp dahinter, gefolgt von Wer-kennt-wen.de mit
32 Prozent. StudiVZ und Myspace verlieren dagegen prozentual.
Auch im Ranking der am häufigsten genutzten Netzwerke
setzt sich Facebook an die Spitze, während der Vorjahres-Erste StudiVZ
auf Platz 4 absackt. Myspace und Xing rutschen sogar aus den Top 5 der
meistgenutzten Netzwerke heraus.
"Die Ergebnisse zeigen, dass soziale Netzwerke in der Breite der Internetnutzerschaft angekommen sind", sagt Holger Geißler,
Vorstand von YouGovPsychonomics zu den Ergebnissen: "Ein deutlicher
Beleg hierfür ist das Wachstum von Facebook, das
zielgruppenspezifischen Portalen wie StudiVZ, SchülerVZ oder Xing
mittlerweile deutlich den Rang abläuft. Nicht unwesentlich für den
Erfolg von Facebook dürfte außerdem die deutlich stärkere
internationale Ausrichtung sein. Es wird interessant sein, mit welcher
Strategie die deutschen Platzhirsche dieser Entwicklung begegnen
werden."